Mappings für Modelle einrichten und anwenden
Elemente zuordnen, Attribute mappen und den Modelllauf ausführen
Mappings legen fest, welche Objekte und Eigenschaften aus einem Modell in big® übernommen werden. In dieser Anleitung richten Sie Selektoren und Attribut-Mappings ein, prüfen das Ergebnis in der Vorschau und führen anschließend einen Modelllauf aus.
Mappings öffnenÖffnen Sie unter Verwaltung den Bereich Mappings. Dort wählen Sie die Elemente aus und definieren deren Selektoren und Attribut-Mappings im Mappingeditor.
1. Modell als Quelle anlegen
Legen Sie das Modell im Bereich Quellen als Quelle an. Die Einstellungen für Quellen werden in der separaten Anleitung Quellen beschrieben.
2. Element und Selektoren festlegen
Selektoren legen fest, welche Modellobjekte einem Element in big® zugeordnet werden.
- Öffnen Sie unter Verwaltung den Bereich Mappings.
- Wählen Sie links das Element aus, das mit Informationen aus dem Modell gefüllt werden soll.
- Wählen Sie die Disziplin, zu der das Mapping gehört.
Klicken Sie im Viewer ein passendes Modellobjekt an und öffnen Sie über das Menüband dessen Eigenschaften. Dort sehen Sie die Eigenschaften des ausgewählten Objekts.
Prüfen Sie die Auswahlebene in den Viewer-Einstellungen. Für das gezeigte Beispiel ist Erstes Objekt eingestellt.
Suchen Sie in den Objekteigenschaften einen Wert, mit dem sich die gewünschten Bauteile eindeutig auswählen lassen. Im Beispiel steht unter Item → Type ein Wert, der mit „Tragwerksstützen“ beginnt.
Tragen Sie rechts unter Selektoren den Eigenschaftspfad Item//Type ein. Wählen Sie den Filter Beginnt mit und geben Sie Tragwerksstützen als Suchwert an. Damit werden Objekte der gewählten Disziplin erfasst, deren Wert bei Item → Type mit diesem Wort beginnt.
Wenn die Modelle passende IFC-Klassen enthalten, können diese eine Grundlage für Selektoren sein, beispielsweise über Element//IfcClass.
3. Instanz, Typ und weitere Attribute mappen
Wechseln Sie rechts zum Tab Mappings und ordnen Sie den Attributen von big® die passenden Modelleigenschaften zu:
- Instanz: Hinterlegen Sie die GUID als eindeutige Kennung des Modellobjekts. Im beschriebenen Beispiel wird dafür
Item//GUIDverwendet. Ohne eine passende GUID kann big® die Instanz nicht zuverlässig mit dem Modell verknüpfen. - Typ: Wählen Sie eine Modelleigenschaft, die die Typen sinnvoll bezeichnet, beispielsweise
Item//Name. Welcher Eigenschaftspfad passt, hängt vom Modell ab. - Weitere Attribute: Klicken Sie in das Eingabefeld des jeweiligen Attributs und wählen Sie die passende verfügbare Modelleigenschaft aus.
4. Zuordnung in der Vorschau prüfen
Wählen Sie ein passendes Objekt im Viewer aus und öffnen Sie den Tab Vorschau. Dort sehen Sie die Werte, die das Mapping für dieses Objekt liefern würde.
Wichtig: Die Vorschau übernimmt noch keine Werte in big®. Erst der Modelllauf überträgt die gemappten Informationen.
5. Testlauf und Modelllauf durchführen
- Öffnen Sie den Bereich Quellen und suchen Sie die betreffende Modellquelle.
- Öffnen Sie über das grüne Zahnradsymbol den Dialog Modelllauf.
- Führen Sie zunächst Testlauf ausführen aus und prüfen Sie das angezeigte Ergebnis.
- Beachten Sie gegebenenfalls den Hinweis im Dialog, vor dem Modelllauf eine aktuelle Version anzulegen.
- Klicken Sie anschließend auf Modelllauf durchführen.
Öffnen Sie danach das Gesamtmodell und prüfen Sie bei einem betroffenen Element, ob die erwarteten Instanzen und Attributwerte vorhanden sind.
Häufige Fragen
Warum findet ein erneuter Modelllauf neue Instanzen, obwohl Modell und Mapping unverändert sind?
Prüfen Sie, ob Selektoren verschiedener Elemente dieselben Modellobjekte erfassen. Überschneidungen können dazu führen, dass Instanzen zwischen Elementen wechseln.
Wie lassen sich Wand- oder Deckenschichten extrahieren?
Das Vorgehen wird im separaten Artikel Extraktion von Schichten beschrieben.
Warum steht hinter einem Attributnamen zusätzlich ein Property Set, zum Beispiel „Material (Pset LUKS)“?
Prüfen Sie die Konvertierungsmethode der Quelle. Laut der bisherigen Anleitung tritt dies vor allem bei v3 auf. Eine Umstellung auf v4 oder Legacy behebt das Verhalten in der Regel.